KREDITARTEN

Wer einen Kredit aufnimmt, übernimmt eine Zins- und Tilgungsverpflichtung. Wann und wie sie zu erfüllen ist, hängt vom Investitionsgrund und der persönlichen finanziellen Situation des Kreditnehmers ab. Bringt die geplante Investition beispielsweise Erträge, macht es Sinn, die zu leistenden Zahlungen zeitlich und der Höhe nach an die erwarteten Erträge zu koppeln. Und wer zum Beispiel weiß, dass und zu welchem Zeitpunkt ihm ein größerer Geldbetrag zufließt, der sollte dies bei der Wahl seiner Kreditart berücksichtigen. Kreditnehmer finden den für sie optimalen Kredit, wenn sie die Vor- und Nachteile der ihnen vorgeschlagenen Kreditarten kennen und diese mit ihrer persönlichen finanziellen Situation abgleichen.

Verfügungskredit
Konsumentenkredit
Annuitätendarlehen
Avalkredit
Studienkredit

Verfügungskredit

Der Dispositionskredit (Dispo) ist ein Barkredit, auch Verfügungskredit oder Kontokorrentkredit genannt. Er wird vom Kontoinhaber durch Verfügung wie Barabhebung oder Überweisung in Anspruch genommen. Die Bank gewährt einen Verfügungskredit u.a. aufgrund regelmäßiger Zahlungseingänge, beispielsweise des Gehalts. Die Vorteile des Dispos sind die erhöhte finanzielle Beweglichkeit des Kontoinhabers, die Möglichkeit, Zahlungsengpässe schnell zu überbrücken und die unkomplizierte Bereitstellung, ohne dass weitere Sicherheiten über den regelmäßigen Zahlungseingang hinaus gefordert werden. Die Nachteile sind einerseits der Flexibilität des Kredits geschuldet und können andererseits entstehen, wenn der Kontoinhaber nicht diszipliniert mit seiner finanziellen Freiheit umgeht: Die Zinsen sind meistens höher als bei jeder anderen Kreditart und können während der Inanspruchnahme variieren. Und da die Rückzahlungsmodalitäten nicht festgelegt sind, verfestigt sich das Minus auf dem Konto oft. Gerade junge Kunden mit wenig Erfahrung verlieren schnell den Überblick auf dem Konto und über die Höhe der monatlichen Zinsbelastung.

Vorteile und Nachteile des Verfügungskredits