PROFI-TIPPS

Der Beratungsbedarf steigt mit der Komplexität der Produkte!

Profi-Tipps

Alle über die Börse handelbaren Kapitalanlagen sind ohne viel Zeitaufwand und relativ kostengünstig  über eine Bank vor Ort oder online kauf- und verkaufbar. Beratungs- und permanenter Informationsbedarf steigen mit zunehmender Komplexität der Anlageprodukte.

Verstehen, was man kauft!

Für jede Kapitalanlage gilt: Kaufen Sie nur, was Sie wirklich verstanden haben. Wer in unternehmerische Beteiligungen, Private Equity, Aktien oder Unternehmensanleihen investiert, sollte das Geschäft des Unternehmens verstehen und sich über die Entwicklung – auch in der jeweiligen Branche – auf dem Laufenden halten.

Eine langfristige Perspektive ist wichtig!

Ein gut strukturiertes Depot ist im Wesentlichen langfristig ausgerichtet, so dass der Anleger nicht zu jeder Zeit die Entwicklung jedes einzelnen Investments im Blick haben muss. Beinhaltet ein Depot auch spekulative Anlagen, benötigt dieser Part einen wachsamen Investor.

Tipp für Anleger mit wenig Zeit

Wer keine Zeit oder kein Interesse für ein eigenständiges Vermögensmanagement aufbringen kann oder mag, ist mit Fondsinvestments gut beraten. Ab 10.000 Euro gibt es meistens Dachfondslösungen, die ähnlich wie Vermögensverwaltungen handeln. Ab Anlagesummen von rund 500.000 Euro bieten Banken auch für private Investoren individuelle Vermögensverwaltungen an.

Bei Kursschwankungen ist Durchhaltevermögen gefragt

Die Börse ist keine Einbahnstraße: Aktien sind ein Langfristinvestment, das zwischenzeitlich erheblichen Kursschwankungen unterliegen kann. Gut, wenn schlechte Börsenphasen ausgehalten werden können und es nicht zu realisierten Kursverlusten kommen muss.

Wer breiter streut, minimiert das Risiko!

Es ist grundsätzlich besser, ein strukturiertes und diversifiziertes Anlagedepot zu halten, als das gesamte Vermögen in ein Produkt, eine Branche oder eine Anlageart zu investieren – „Klumpenrisiko“ genannt. Außerdem gilt: There is no free lunch! Einem hohen Ertragsversprechen steht auch ein entsprechendes Risiko gegenüber!

Für Kapitalerträge fallen Steuern an!

Kursgewinne, Dividenden- und Zinserträge von Privatpersonen sind steuerpflichtige Einkünfte. Die Bank führt die so genannte Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent auf diese Erträge anonym an das Finanzamt ab. Hinzu kommen Solidaraufschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Wer eine höhere Einkommensteuerklasse hat, ist mit dieser Pauschalsteuer seiner Steuerpflicht nachgekommen. Bei ausländischen Wertpapieren kommen oftmals noch ausländische Steuern (so genannte Quellensteuer) dazu, die teilweise mit der inländischen Steuer verrechnet oder teilweise im Ausland zurückgefordert werden können.

Antizyklisch handeln und sich nicht von „Modetrends“ mitreißen lassen!

Wenn viele Marktteilnehmer verkaufen, sinken die Aktienkurse. Wer in diesen Phasen kauft, steigt zu günstigen Kursen ein und erhöht seine Chance auf ordentliche Kursgewinne. „Modetrends“ an den Börsen können beispielsweise bestimmte Segmente sein, wie Rohstoffe. Werden diese Aktien allerorten angepriesen, sind die Einstiegskurse meist bereits so hoch, dass auf absehbare Zeit nicht mit anhaltenden Kursgewinnen gerechnet werden kann.

Eine Prognose ist eine Prognose und nicht mehr!

Der Blick in die Glaskugel war noch nie eine zuverlässige Informationsquelle. Immerhin werden Aussagen bezüglich der Zukunft getroffen – und die ist von vielen Unwägbarkeiten beeinflusst und keineswegs sicher. Anleger sollten eine kritische Distanz zu Prognosen wahren und die Annahmen, unter denen sie getroffen wurden, genau analysieren.

Aktien haben Substanzwertcharakter!

Aktien verbriefen Anteile am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft. Diese Unternehmen besitzen Vermögenswerte, wie Umlauf- und Anlagevermögen, Barmittel, Wertpapiere und Vorräte. Dies sind substantielle Werte, die im Notfall veräußert werden können. Umso größer die Summe der Vermögenswerte abzüglich der Schulden ist, desto größer ist die Substanz eines Unternehmens.